Bildungsreise nach Bad-Wimpfen 2012

2-tägige Bildungsreise

des Gehörlosenvereins "Schwarzwald-Baar"

Villingen-Schwenningen e.V.

zu den ehemaligen Römern und Staufern!


Villingen-Schwenningen: Am Samstagmorgen, den 21. Juli 2012, wurden wir an den Bahnhöfen in Villingen und Schwenningen abgeholt. Fröhlich gelaunt ging es mit dem Bus mit 32 Personen in flotter Fahrt der A81 entlang. Wo es nach notgedrungener Fahrerpause auf der Autobahnraststätte Wunnenstein das erwartete Sektfrühstück gab. Danach ging es weiter zum Salzbergwerk in Bad Friedrichshall-Kochendorf, wo wir mit den Förderkörben in zweihundert Metern Tiefe unter der Erdoberfläche, inmitten der Welt des Salzes, ankamen. In den Salzkammern wurde uns durch interessante und interaktive Präsentationen die Geschichte des Salzbergbaus veranschaulicht. Spektakuläre Medien- und Lichtpräsentationen ziehen Jung und Alt gleichermaßen in ihren Bann, Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich in attraktiven Kommunikationsinseln. Dieser Rundgang hatte einen 1,5km langen Überblick, entlang der Geologie, sowie Kristallsalzkammern, wo ehemals in Schweißarbeit das nötige Salz für uns gewonnen wurde - und zwar 6.000 Tonnen Salz pro Tag! Wir sahen auch Saurier Nachbildungen und wechselnde Lichtstimmungen, sowie das Arbeitslager und die Gedenkstätte des KZ in Kochendorf von damaliger Gegenwart und Innovation im Salzbergbau. Mit Förderkörben an der Erdoberfläche wieder angekommen, erfreuten wir uns dem Sonnenlicht und dachten wie schwer es die Salzbergbauarbeiter damals hatten.
Mit dem Bus ging es dann nach Gundelsheim, wo eine 1,5-stündige Planwagenfahrt mit 2 Planwagen angesagt war, nach lustiger Fahrt in Bad Wimpfen angekommen, brachte unser Bus uns zum noblen „Quality-Hotel am Rosengarten". Wo wir dort nach der Zimmerverteilung noch zum Kaffeeklatsch zusammen kamen. Ein ausgezeichnetes Abendessen im „Quality-Hotel" stärkte uns nach dem anstrengenden Tag, zudem war noch um 21.00 Uhr eine Nachtwächterführung durch Bad Wimpfen angesagt. Mit 2 Nachtwächtern, 2 Dolmetscherinnen, in 2 Gruppen ging es, ab Rathaus Wimpfen, los durch die historische Altstadt mit der größten Kaiserpfalz (Kaiserschloss). Es war interessant durch alte Winkels und Häuser kreuz und quer das imposante Wahrzeichen alter Geschichte von den Nachtwächtern ausgerüstet mit originaler Lanze und Laterne zu erfahren. Zum Schluss überreichten wir den „armen Nachtwächtern" noch eine freiwillige Geldspende und machten uns auf zum Hotel, wo wir erschöpft zur Nachtruhe gingen.
Am Sonntagmorgen ausgeschlafen, erholt und nach dem großzügigen Frühstücksbuffet war für 10.00 Uhr eine Stadtführung durch Bad Wimpfen geplant, mit 2 Stadtführerinnen und 2 Dolmetscherinnen, in
2 Gruppen, ging es durch die historische Altstadt Bad Wimpfen, welche heute ca. 7.000 Einwohner hat und im Jahr 1200 von der staufischen Kaiserpfalz durch Friedrich I. Barbarossa begründet wurde und den Auftrag zum Bau der Kaiserpfalz (Kaiserschloss) gab. Im Jahr 1300 wurde Wimpfen zur Reichsstadt und trat der Reichslandvogtei, sowie dem kaiserlichen Landgericht, mit einer Ratsverfassung bei. Beim Rundgang herrlicher Bürgerhäuser mit alemannisch-fränkischem Fachwerk, sahen wir noch alte Arkaden, sowie Skulpturen der Ritterstiftskirche aus der Kaiserpfalz, auch die alte, noch stabile Stadtmauer kam zum Vorschein. Das höchste Gebäude und Wahrzeichen der Stadt Wimpfen ist seit dem 17. Jahrhundert der Blaue Turm, sowie der Rote Turm, somit ist die Silhouette der Stadt Wimpfen eine der schönsten Deutschlands. Erfahrungsreich haben wir unseren „Akku aufgeladen“ und bedankten uns bei den Stadtführerinnen und Dolmetschern mit einer Geldspende.
Da in Bad Wimpfen noch eine Französische Woche „Montmartre Flair" ist, besuchten wir mit Interesse diese Stände. Im Herzen Bad Wimpfens stärkten wir uns im „Zum Kräuterweible", bekannt für ihre Spezialität knusprige Hähnchen und argentinischem Rumsteak zu Mittag.
Nach der Mittagspause machten wir eine gemütliche Neckar-Schifffahrt mit dem „Neckarbummler", wo die Jagst in den Neckar mündet, Richtung Heilbronn, entlang den saftig grünen Tälern und den burgengeschmückten Bergen, sowie Kunstschätzen, wo wir bei sonniger Schifffahrt erholt in Heilbronn ankamen. Wo dort schon unser Bus für die Heimfahrt wartete.
Nach zügiger Fahrt erreichten wir wieder unsere Heimat im Schwarzwald, vor allem war es eine lehrreiche 2-tägige Bildungsreise bei herrlichem, sonnigem Wetter. Dies verdanken wir unserer 1. Vereinsvors. Frau Ursula Schmidt, sowie Elke und Jürgen Schlenker und auch unserem netten, immer hilfsbereiten, Busfahrer „Josef", welcher an beiden Tagen mit uns zusammen war.
Wenn man eine Reise macht, kann man recht viel erzählen, jedoch aus Platzgründen ist das Meiste abgekürzt. mer

Gehörlosengruppe mit 2 Nachtwächtern und auch schau die "Fotogalerie" an
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